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Berichte im Freizeitsport
Die Schlagzeile der "La Nuova di Venezi e Mestre", Lokalzeitung für Venedig und Mestre, am Montag, 1. Juni:
Vogalonga 2009: 30 Boote durch Böen umgeworfen.
Untertitel:
Die Bora boykottierte das Fest der Ruderer. Zwanzig Ruderer in Not. Winde bis 80 km/h.
Unser Boot, unsere Mannschaft
Manni hieß unser Boot, 4x+ war unsere Bootsklasse. Der Bootsführer, Rolf Schuster, war unser erfahrener Mann im Boot. Die Mannschaft setzte sich zusammen aus Olaf Lieser, Klaus Müller, Conni Goldbrunner und Kathrin Middelhoff. Wir haben 2008 zusammen angefangen zu rudern.
Unser Regattabericht
Im Norden lag eine bleifarbene Wolkenwalze über den Bergen. Kleine weiße Wolkenfetzen standen vor der Walze. Es war kalt und windig.
Wir ruderten vom Sattelplatz in Mestre entlang der Ponte della Libertà in Richtung Venedig. Zwischen der Isola di San Secondo und Venedig überrollten hohe, sich kreuzende Wellen unser Boot. Innerhalb weniger Minuten stand uns das Wasser bis über die Knöchel. Rolf traf die richtige Entscheidung: 3 von uns schöpften. Olaf und Klaus setzten alle Kräfte ein, um uns von dieser Stelle wegzubringen.
Eine halbe Stunde später ruderten wir durch den Canale di Canareggio in Venedig. Wie auf Bestellung kam die Sonne durch und wir genossen die Fahrt durch Venedig. Im Canal Grande waren nur noch wenige Boote unterwegs. Den Startzeitpunkt hatten wir verpasst.
Wir beschlossen, ein Stück der Regattastrecke zu fahren und dann eine Entscheidung zu treffen, ob wir die 30 km lange Strecke rudern könnten. Im Canale di San Marco kamen uns viele Boote entgegen, die offenbar umgekehrt waren. Südlich der Isola di Sant Élena hatten wir strengen Gegenwind. Rolf hat sich dann für Sightseeing in Venedig und gegen die Vogalonga entschieden. Die Aussicht auf weitere Schöpfaktionen war nicht so prickelnd.
Später wurde viel über die Ausrüstung diskutiert. Mit einer kleinen Pumpe, einem Satz Werkzeug, enganliegender Regenkleidung, einem wasserdichten Sack pro Mann/Frau im Boot wären wir besser abgesichert gewesen.
Am Ende kam die Mannschaft wohlbehalten und gut gelaunt am Sattelplatz an.
Ein großes Dankeschön geht an Rolf, der den Freizeitsport in der RGM mit beeindruckendem Engagement unterstützt.
Kathrin Middelhoff