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Berichte im Freizeitsport
Nach Absolvieren des Fortgeschrittenenkurses sind wir am Samstag, den 9. Oktober, mitten in der Nacht, um 7 Uhr fort geschritten zur Wanderruderfahrt.
Es war noch kalt, Bodennebel stieg auf und trotz vielversprechendem Sonnenaufgang war uns zu dem Zeitpunkt eher danach, mit dem Ruder zu wandern, als nach Wanderrudern. Das erste Etappenziel erreichten wir nach Ankunft in Straubing und dem Bootsaufbau: Frühstück und Wachmachkaffee.

Dieser war dringend von Nöten, denn die GuteMiene hatten wir nicht, auch wollte Dornröschen lieber noch schlafen, die dicke Elli konnte sich endlich ausruhen und mit Excalibur wollten wir auch nicht in See stechen, also hievten wir Günther Thiel, Manni und Wavehopper die steile und glitschige Donauböschung hinab. Als zweitletztes Boot unter den drei Letzten, die alle unserem Verein angehörten, starteten wir letztlich.
Gestärkt durch starken Kaffee, starkem Willen, einem echt starken Team und mittlerweile warmen Sonnenstrahlen fühlten wir uns wie ein Mixer im Wasser. Auch wenn wir selbst keine großen Wellen schlugen und die Donau an sich spiegelglatt war, gerieten wir in die ein oder andere Donauwelle. Denn Motorboote und Frachtschiffe (gefühlte Flugzeugträger) schnitten manchmal unseren Weg.

Dank der guten Steuerung von Annika wurden wir zu eleganten Wavehoppern. Bis diese unterwegs akrobatisch die Steuerposition mit Linde tauschte. Sie steuerte das allererste Mal und witzelte schon, wenn es nach Kilometern ginge, würden wir Sieger werden, denn das Boot fuhr im wilden Zickzack übers Wasser. Schließlich übernahm Birgit das Steuer und wir waren flott und trockenen Fußes plötzlich in Deggendorf. Wir fühlten uns schnell, auch wenn wir kein anderes Boot mehr überholen konnten und fast als Letzte anlegten.
Auf dem Trockenen genossen wir den perfekten Nachtisch: Donauwellen. Entspannt saßen wir auf der Wiese und schauten zufrieden, aber erwartungsfrei der Siegerehrung zu. Unverhofft wurde der Name unseres Vereins bei der Erstplatzierung aufgerufen. Andi, unser Obmann, nahm den Preis entgegen. Juhu gewonnen. 15 Tassen (die wir in Ehren halten), einen wunderschönen Tag, viel Freude und den Pokal für den Kilometersieg. Eine Welle der Begeisterung ging durchs Team. „Endlich siegt mal Quantität vor Qualität.“, war der Satz des Tages.
Wir danken Andi Plennert und Rolf Schuster für die super Organisation und dem ganzen Ruder-Team für diesen tollen Tag. Auf dass wir weitere Kilometersiege einfahren!
Michaela Abdelhamid und Linde Steinbach
